Argentinische Weine

Weinbau-Geschichte

Argentinien gehört seit einigen Jahrzehnten zu den bedeutendsten Weinbauländern der Erde und nimmt aktuell den 5. Rang hinter Frankreich, Italien, Spanien und den USA ein. Die argentinische Weinproduktion liegt damit innerhalb der südamerikanischen Rangliste noch vor dem in Europa bekannteren Weinbauland Chile auf Platz eins.

Begründet wurde der Weinbau in Argentinien durch die ersten europäischen Siedler, die aus Spanien und Portugal nach Südamerika kamen. Denkbar war er jedoch nur durch die Vorarbeit der Inka (indigene urbane Kultur in Südamerika.). Ihnen ist es zu verdanken, das in dem semi-ariden Klima der Region um die Provinz Mendoza durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem der Boden des steppenhaften Gebietes fruchtbar gemacht wurde

Als erster Winzer gilt der spanische Missionar und Priester Juan Cidrón, der aus Chile über die Anden nach Argentinien kam. Je nach schriftlicher Quelle legte Juan Cidrón zwischen 1554 und 1556 in der Nähe der Kirche erste Weinanpflanzungen an. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde der Weinberg mit der Rebsorte Criolla Chica Criolla Grande, und Cereza bestockt.

Als Begründer des argentinischen Weinbaus gilt Don Tiburcio Benegas (1844-1910), der im Jahre 1883 in Godoy Cruz das noch heute existierende Weingut „El Trapiche“ gründete und erfolgreich mit europäischen und chilenischen Reben experimentierte.
Mitte des 19. Jahrhunderts führte der französische Agronom Aimé Pouget die Sorten Cabernet Sauvignon und Malbec ein, zweitere ist heute die bedeutendste argentinische Rotwein-Rebe. Und Anfang des 20. Jahrhunderts importierte Leopoldo Suarez 600 Rebsorten aus den wichtigsten europäischen Weinbau-Gebieten.

1970 war der Verbrauch mit statistisch gesehenen 90 Litern Wein pro Kopf noch weltweit führend, meist waren es aber Weine mangelhafter Qualität. In den 1990er Jahren ging der inländische Konsum extrem zurück (von 90 auf 38 Liter im Jahr 2000 – was aber immer noch weltweite Spitze ist), gleichzeitig fand unter der neuen demokratischen Regierung eine wirtschaftliche Blüte statt. Und auch die Weinindustrie veränderte sich. Es wurden große Investitionen in Keller und Weinbau getätigt, der Weinbau wurde modernisiert – mit großem Erfolg, wie man sieht.
So entstanden und entstehen viele kleinere, äußerst ambitionierte und nach höchster Qualität strebende Projekte, teilweise mit internationaler Beteiligung. Der Stil der Rotweine hat sich fast landesweit verändert. Die Winzer streben nach geringeren Erträgen, reiferen Trauben, vor allem aber nach Weine mit Charakter – fruchtbetont, saftig, zugänglich und mit deutlichem Terroirausdruck. Der Stil ist mit dem Nachbarland Chile nicht zu verwechseln, argentinische Weine sind zwar fruchtiger geworden, sind dennoch strukturierter, mineralischer und maskuliner als die ihrer Nachbar westlich der Anden.

Weinanbaufläche

Auf fast 220.000 Hektar Rebfläche werden jährlich zwischen 13.500.000 (Jahr 2004) und 14.700.000 (Jahr 2006) Hektoliter Wein produziert. Diese Menge entspricht in etwa 5 % der weltweit produzierten Weinmenge.

Über 70 % der produzierten Weine stammen aus dem Staat Mendoza, am Fuße der Anden. Auf ausgedehnten Ebenen sind in Mendoza fast die Hälfte der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen mit Weinreben bepflanzt. Es gibt hier ca 40.000 Klein- und Mittelbetriebe und 9 sehr große Firmen, die riesige Kellereien aber auch Weinberge betreiben.

Klima/Bodenbeschaffenheit

Weinbau wird in Argentinien Höhen von 600 bis 1300 m gepflogen. Das Klima im Land ist im Norden Subtropisch, ansonsten gemäßigt. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt ca 17° Celsius. In den höheren Regionen muss man auch mit Frösten rechnen.
Da es aber mit nur 200 bis 300 Millimeter im Jahr sehr wenig regnet (stattdessen gibt es aber relativ oft einen gefürchteten Hagel), die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig und es insgesamt sehr trocken ist (mit dem Vorteil, dass Pilzkrankheiten selten vorkommen), ist eine künstliche Bewässerung unumgänglich

Die Böden haben ihren Ursprung im Quartär und entstanden durch Verwitterung des Anden-Gesteins. Die Oberschicht ist kalkreich und besteht aus Sand, Ton oder Lehm. In der Nähe der Anden sind die Böden steiniger, in den Tälern von feinerer Textur. Natürlich gibt es auch hier in den einzelnen Regionen und in einzelnen Weinbergen oftmals Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit.

Rebsorten

Von den Weinflächen sind ca. 34 % Rotweine, ca. 27 % Rosèweine und ca. 20 % Weißweine - der Rest geht in die Tafeltrauben / Rosinen-Produktion.

Einer der faszinierendsten Aspekte des argentinischen Weinbaus ist die Vielzahl der gepflanzten Rebsorten im Vergleich zu anderen Ländern in der neuen Welt. Neben den international gängigen Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Chenin Blanc, Semillon, Pinot Gris, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah, werden auch Rebsorten angepflanzt, die ihren Ursprung in Italien, Frankreich oder Spanien haben: z.B. Sangiovese, Tocai Friulano, Ugni Blanc (Trebbiano), Barbera, Nebbiolo, Petit Verdot, Tannat und Tempranillo; aber auch Gewürztraminer, verschiedene Muskat-Sorten und Riesling. Und mit Torrontés und Malbec gibt es in Argentinien zwei Rebsorten, die man fast nirgendwo auf der Welt mehr findet

Die autochton argentinischen Weißweine aus Torrontes-Trauben sind seit Jahren die Visitenkarte der argentinischen Winzer und haben schon viele internationale Preise gewonnen. Torrontès Weine sind säurebetont mit einem aromatischen Geschmack , dem Gewürztraminer ähnlich.

Malbec ist eine alte französische rote Rebsorte und gehört zu den fünf Bordeauxrebsorten. Durch die Anfälligkeit von Krankheiten, Frost und auch Rebläusen ist die Malbec Rebsorte allerdings in großen Teilen Frankreichs verschwunden. Heutzutage liegt das größte Anbaugebiet mit über 20.000 Hektar in Argentinien, vorwiegend in Mendoza, wo die Malbec Traube auf ideale Bedingungen trifft. Dabei kann die trockene Wärme Mendozas die dicken Traubenschalen ausreifen lassen und überhöhten Tanningehalten vorbeugen. Malbec gilt als das Aushängeschild für argentinische Weine.

Eine Besonderheit ist sicherlich, dass viele Reben mit durchschnittlich 50 Jahren sehr alt sind. Da die Reblaus bisher keine Bedeutung gespielt hat, wachsen die meisten Rebstöcke auf eigenen Wurzeln.

Weingüter der Argentinien Import AG


Die meisten unserer Familienweingüter liegen in der Region Mendoza:
Weingüter von Caldén- Alta de Rio / Valle de Uco
Weingut Carelli- Rivadavia / San Martin /Junin
Weingut Dolium- Luján de Cuyo
Weingut Caligiore (Bioweine)- Luján de Cuyo
Weingut Domiciano- Maipú
Weingut Ricardo Santos- Maipú


Außerdem befindet sich eines unserer Weingüter in San Juan:
Weingut Casa Montes - Valle de Tulum


Und eines in Salta:
Weingut El Porvenir- Cafayate


Region Tucumán:
Del Alcione Zitronenlikör
Argentinienweine.de
Argentinien Import AG


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